Odette steht für Organization for Data Exchange by Tele Transmission in Europe – entwickelt in den 1980-er Jahren zunächst als Projekt, agiert Odette International Ltd. heutzutage als eine Organisation, die die Interessen der Automobilindustrie in Europa vertritt. Sie war eine der ersten Organisationen, die den Datenaustausch zwischen Automobilherstellern und ihren Zulieferern standardisierte und Odette als EDI-Standard der europäischen Automobilindustrie beziehungsweise OFTP und OFTP2 (Odette File Transfer Protocol) als Übertragungsprotokoll definiert hat.

Die klassischen Odette Nachrichtentypen:

ORDERR – Bestellung

INVOIC – Rechnung

DELINS – Lieferabruf

AVIEXP – Lieferschein

CREDIT – Gutschrift

REMADV – Zahlungsavis

TRINAD – Speditionsauftrag

STOACT – Lagerbestandsbericht

EDI-Anbindung mit dem EDICENTER

Müssen Sie nun Ihre Daten elektronisch im Odette Standard übermitteln? Kein Problem! Kontaktieren Sie uns telefonisch 0821 246590 oder per Mail an info@edicenter.de. Wir finden die passende Lösung für Ihr Unternehmen.

Was ist ein EDI-Mapping?

Das EDI-Mapping wandelt die Daten der Ausgangsquelle in die richtige Struktur der Zielquelle um.

Jedes ERP-Programm exportiert die Dokumente in der Regel in einem Inhouse-Format. Diese Daten werden dann mithilfe eines EDI-Konverters in ein standardisiertes Format umgewandelt. Damit das reibungslos funktioniert und die Informationen korrekt zwischen beiden Systemen ausgetauscht werden können, müssen die Daten zunächst sowohl in der Datenquelle als auch beim Empfänger korrekt zugeordnet werden. Man spricht vom EDI-Mapping, also einer Art Anweisung zur Datenumwandlung für den EDI-Konverter.

Nehmen wir an, dass eine Rechnung vom Lieferanten zum Kunden geschickt werden muss. Bereits beim Rechnungsdatum hätte man hier ohne richtige Anweisung für den EDI-Konverter die ersten Probleme. Denn es könnten z.B. unterschiedliche Formate genutzt werden: 12032021 (TTMMJJJJ beim Lieferanten) statt 20210312 (JJJJMMTT beim Kunden). Das Mapping dient also dazu, dass jede Information vom Sender in die richtige Datenstruktur des Empfängers „übersetzt“ werden kann.

Benötigen Sie Unterstützung?

Jedes System ist individuell, daher verlangt auch das EDI-Mapping oft nach einer individuellen Lösung. Unsere Mitarbeiter verfügen über die jahrelange Erfahrung und können so problemlos auch zahlreiche kundenspezifische Anforderungen umsetzen. Sprechen Sie mit uns und wir finden die passende Lösung!

TRADACOMS – Trading Data Communications Standard – ist ein EDI-Standard. 1982 wurde der Standard von GS1 UK für den Einzelhandel in Großbritannien entwickelt. Seine Weiterentwicklung wurde allerdings 1995 zugunsten von EDIFACT EANCOM eingestellt. Nichtsdestotrotz findet TRADACOMS immer noch strake Verbreitung im britischen Konsum- und Lebensmittelhandel.

TRADACOMS Nachrichtentypen:

Der TRADACOMS-Standard besteht aus 26 Nachrichtentypen. Der Versand der EDI-Nachrichten erfolgt im Vergleich zu EDIFACT als Verkettung von Nachrichten: Message Header, Main Message + Trailer Information. Eine Bestellung würde somit aus ORDHDR (Bestellkopf), ORDERS (mehrere Bestellungen) und ORDTLR (Bestellanhang) bestehen.

Die 12 gängigen TRADACOMS Nachrichtentypen:

ACKHDR – Acknowledgement
CREHDR – Credit Note
DEBADV – Debit Advice
DLCHDR – Delivery Confirmation
DELHDR – Delivery Notice
GENHDR – General Communication
INVFIL – Invoice
ORDHDR – Purchase Order
PAYORD – Payment Order
PRIHDR – Price Information
SNPSTS – Stock Snapshot
SRMHDR – Statement & Remittance Details

TRADACOMS, EDIFACT, Odette oder VDA – wir können alles!
Müssen Sie nun Ihre Daten elektronisch an Ihren Geschäftspartner mittels EDI-Verfahren übermitteln? Kein Problem! Kontaktieren Sie uns telefonisch 0821 24659-0 oder per Mail an info@edicenter.de. Wir finden die passende Lösung für Ihr Unternehmen.

Für die Übertragung von EDI-Nachrichten zum Geschäftspartner und zurück werden die sogenannten EDI-Übertragungsprotokolle genutzt. Sie bestimmen, wie ein EDI-Dokument übertragen wird (z.B. Verschlüsselungsart, eingesetzte Software etc.). Es ist also eine Art eines Kommunikationsprotokolls zwischen den Teilnehmer-Systemen.

Zu den häufigsten EDI-Protokollen gehören OFTP2, X.400, AS2, FTP/sFTP, HTTP/HTTPS.

Zu einer häufig eingesetzten Nachricht im elektronischen Dokumentenaustausch zählt seit vielen Jahren die ORDERS (purchase order message). Das ist ein gängiges EDIFACT-Nachrichtenformat, das einem Bestellvorgang zwischen den Geschäftspartnern entspricht.

Der Käufer generiert in seinem ERP-Programm eine Bestellung, die dann in der Regel in einem Inhouse-Format ausgegeben wird. Dieses Dokument muss mithilfe der eingesetzten EDI-Lösung in das partnerspezifische Dokumentenformat konvertiert und anschließend an den Geschäftspartner (Lieferant) versendet werden, damit die Bestellung dort im System automatisch verarbeitet werden kann. Diese Konvertierung ist erforderlich, damit die Informationen im erzeugten Inhouse-Dokument nach den festgesetzten Regeln eines EDI-Standards aufgearbeitet und beim Import in ein anderes ERP-Programm richtig interpretiert werden können.

Beispiel einer EDIFACT ORDERS Nachricht:

Jede ORDERS-Nachricht enthält die benötigten Angaben zu:

  • EDIFACT Nachrichtennamen (in unserem Beispiel ORDERS D96 A),
  • Käuferdaten (wie Firmenname, Adresse, Lieferanschrift) und Belegdatum sowie
  • Detailangaben zu bestellten Waren (Artikelnummer, Preis, Menge etc.).

Durch den automatisierten elektronischen Austausch von Bestelldokumenten reduzieren die Unternehmen nicht nur ihre Kosten (vom Personal manuell versendete Bestellungen per Fax, Mail oder Brief bzw. per Telefon aufgegebene Aufträge entfallen), sondern auch die Fehlerquote bei der manuellen Nacherfassung (z.B. zeitaufwendiges Abtippen einer Bestellung).

Übersicht über die Bestellung als Nachrichtentyp in verschiedenen EDI-Standards:

  • EDIFACT: ORDERS
  • VDA: VDA 4925
  • ODETTE: ORDERR
  • ANSI X12 : ANSI X12 850

Möchten Sie auch Ihre Dokumente elektronisch an Ihren Geschäftspartner übermitteln?

Gemeinsam finden wir die individuelle Lösung – egal ob eine neue EDI-Anbindung oder eine Systemmigration. Rufen Sie uns einfach unter der Telefonnummer 0821 24659-0 an. Oder schreiben Sie uns.

Um EDI-Nachrichten zwischen zwei Geschäftspartnern austauschen zu können, müssen sich beide auf ein gemeinsames Austauschformat einigen, den sogenannten EDI-Standard. Mit seiner Hilfe werden die einheitlichen Regeln für das Format der Nachrichten aufgestellt und die Maschine kann somit die geschickten Informationen richtig interpretieren und automatisch verarbeiten.

Zu den am häufigsten verwendeten EDI-Standards gehören:

EDIFACT

EDIFACT bedeutet Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport, also der elektronische Datenaustausch für Verwaltung, Handel und Verkehr. Dieser EDI-Standard wurde von der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen entwickelt, er ist international gültig und gehört heutzutage wohl zu den weltweit meist genutzten. Innerhalb dieses Standards existieren branchenspezifische Subsets, wie zum Beispiel EANCOM (Standard für Retail). Die EDI-Nachrichtentypen werden sechsstellig gekennzeichnet, z.B. INVOIC.

ANSI X12

The American National Standards Institute Accredited Standards Committee X12. Dieser Standard ist ebenfalls branchenübergreifend und vorwiegend in Nordamerika verbreitet. Die EDI-Nachrichtentypen werden mit dreistelligen Nummern gekennzeichnet, z.B. 810.

TRADACOMS

Ein EDI-Standard der Retail-Branche in Großbritannien. Die EDI-Nachrichtentypen werden sechsstellig gekennzeichnet, z.B. INVFIL.

VDA

Der Standard der deutschen Automobilindustrie. Er wurde vom Verband der deutschen Automobilindustrie entwickelt, um den Dokumentenaustausch einer ganzen Branche mit allen ihren Besonderheiten zu standardisieren und zu beschleunigen. Die EDI-Nachrichtentypen werden mit vierstelligen Nummer identifiziert, z.B. VDA 4906.

Mehr über den EDI-Einsatz in der Automobilindustrie erfahren Sie in unserem Blog-Beitrag: EDI in Automotive.

Odette

Odette steht für Organisation for Data Exchange by Tele Transmission in Europe. Ein Standard der europäischen Automobilindustrie. Die EDI-Nachrichtentypen werden sechsstellig gekennzeichnet, z.B. INVOIC.

 

Haben Sie Fragen zu EDI-Integration in Ihrem Unternehmen? Zusammen finden wir die passende Lösung.
Rufen Sie uns einfach unter der Telefonnummer 0821 24659-0 an. Oder schreiben Sie uns an info@edicenter.de.

Just-in-Time (JIT) ist ein Beschaffungs- und Produktionssystem, bei dem der Kunde nur so viel Ware vom Lieferanten geliefert bekommt, wieviel er gerade für seinen Produktionsprozess benötigt. Diese Methode ist effizienter und kostengünstiger als die „Just-in-Case“-Strategie, bei der die Firmen große Lagerbestände inkl. hoher Investitionskosten führen müssen. Denn die Ware muss beim JIT erst kurz vor dem tatsächlichen Produktionstermin im Kundenlager eintreffen. Das reduziert die Lagerkosten, senkt das Investitionsrisiko und beschleunigt die Herstellungsprozesse.

Just-in-Time (DELJIT / VDA 4985 als EDI-Nachricht) wird gerne in Massen- und Serienfertigungen wie in der Automobilbranche angewendet, da beim Herstellungsprozess kontinuierlich eine große Bandbreite an Bauteilen benötigt wird. Mit Just-in-Time-Verfahren stehen den Mitarbeitern die notwendigen Bauteile immer dann zur Verfügung, wenn sie gerade eingesetzt werden müssen.

Die Herausforderung beim Just-in-Time-Verfahren ist allerdings, dass das Unternehmen seine Nachfrage/Prozesse ständig und sehr genau überwachen und analysieren muss, um punktgenau die Nachlieferungen zu gewährleisten und Störungen oder im schlimmsten Fall Stillstand im Produktionsablauf auszuschließen.

Wissen Sie, was EDIFACT, WebEDI oder EDI-Konverter bedeuten? Wir erklären Ihnen die fünf wichtigen EDI-Begriffe, die Sie kennen sollten.

5 Begriffe aus der EDI-Welt, die Sie kennen sollten

Beim Vendor Managed Inventory (VMI) übernimmt der Lieferant die Bestandsverwaltung eigener Ware beim Kunden auf der Grundlage von regelmäßigen Lagerbestandsberichten (INVRPT) und Abverkaufsreportings (SLSRPT).

Der Kunde schickt dem Lieferanten per EDI seine INVRPT und SLSRPT. Der Lieferant analysiert die Verkaufszahlen seiner Produkte und sorgt für eine regelmäßige Aufstockung im Warenlager vom Kunden. So kann der Lieferant unter anderem schnell und flexibel auf die Bedarfsschwankungen reagieren, die Lieferketten optimieren und ggf. auch die Retourenmengen reduzieren. Der Kunde profitiert dagegen von geringeren Lagerbeständen und Investitionskosten.

Was ist SLSRPT und INVRPT?

INVRPT (Inventory Report) liefert in festgelegten Intervallen die aktuellen Bestandsmeldungen an Lieferanten.

SLSRPT (Sales Data Report) informiert den Lieferanten über die Verkaufszahlen inkl. Informationen zum Verkaufsstandort, Zeitfenster sowie produktspezifischen Daten.

SLSRPT-Beispielnachricht

SLSRPT-Beispiel

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Die GLN – globale Lokationsnummer (Global Location Number) – ist eine 13-stellige Nummer, die ein Unternehmen bzw. einen Unternehmensteil weltweit eindeutig identifiziert. Die GLN-Nummer wird von GS1 Organisation ausgestellt und beinhaltet die wichtigsten Unternehmensinformationen. Sie setzt sich aus der GS1 Basisnummer, Lokationsbezug und einer Prüfziffer zusammen. Die ersten drei Ziffern in der GS1-Basisnummer werden dabei als GS1-Präfixe oder auch Länderkennungen bezeichnet und verweisen auf das Vergabeland der Nummer.