Über das PEPPOL-Netzwerk können zahlreiche Geschäftsdokumente (Belege), wie z.B. Rechnungen, zwischen Unternehmen und öffentlichen Behörden europaweit (und inzwischen) darüber hinaus vollautomatisch elektronisch ausgetauscht werden.

Die PEPPOL-ID (PEPPOL Participant Identifier) dient im PEPPOL-Netzwerk der eindeutigen Identifikation von Netzwerk-Partnern. Mithilfe der Empfänger- bzw. Receiver-ID wird der richtige Server gefunden, an den der Empfänger angeschlossen ist. Das System ist in etwa mit dem Routing im world wide web vergleichbar. Ist es dort der Domain-Name, über den die beteiligten Computersysteme herausfinden, wo auf der Welt der jeweils gesuchte Webserver steht, so nimmt diese Rolle im PEPPOL-Netzwerk die weltweit eindeutige PEPPOL-ID ein.

Aber auch der Sender benötigt eine ID, damit der Empfänger feststellen kann, woher die Nachricht kommt. Sender-ID und Empfänger- bzw. Receiver-ID sind gleich aufgebaut. Jeder Empfänger kann auch als Sender agieren.
Ein Präfix legt fest, welches Nummernsystem (welcher Nummernkreis) verwendet wird. So steht z.B. das Präfix 0088 für die GLN-Nummer oder das Präfix 9930 für die europäische Umsatzsteuer-ID. 0204 steht für die so genannte Leitweg-ID, eine Nummer, mit der deutsche Behörden gekennzeichnet werden. Über die Kombination der von PEPPOL vergebenen Präfixe mit bereits vorhandenen Nummernsystemen ergibt sich dann die gewünschte weltweite Eindeutigkeit.

Beispiele:
9930:DE190439663 = PEPPOL-ID des EDICENTER (Verwendung der Umsatzsteuer-ID)
0068:4035377000007 = PEPPOL-ID des EDICENTER (Verwendung der GLN)
0204:991-14154-78 = PEPPOL-ID der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
0204:991-07500-58 = PEPPOL-ID des Hauptzollamtes Potsdam

Leitweg-ID‘s dienen speziell dazu, dass elektronische Rechnungen, sogenannte XRechnungen, korrekt an das angeschlossene Freigabesystem der jeweiligen Behörde adressiert werden. Die Weiterleitung erfolgt hier durch die Zentralen Rechnungseingangsplattformen des Bundes (ZRE und OZG-RE). Jede Leitweg-ID setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen (mit Beispielen in Klammern): Globaladressierung (991), Feinadressierung (14154) und Prüfziffer (78).

Was ist Supply Chain Management?

Supply Chain Management (SCM) steht für unternehmensübergreifende Planung und Steuerung von Informations-, Waren- und Zahlungsflüssen über die gesamte Lieferkette vom Kunden zum Lieferanten und ist heutzutage viel mehr als nur reine Logistik.

Zu den wichtigsten Aufgaben von SCM zählen:

  • Ausrichtung am Kundenbedarf,
  • Ressourcen- und Kostenoptimierung,
  • Entwicklung einer anpassungsfähigen Lieferkette.

Das bedeutet, dass die Prozesse in erster Linie nach der aktuellen Nachfrage von Endkunden ausgerichtet werden – das bietet mehr Flexibilität in den Beschaffungsprozessen. Die Lieferanten können auf ihrer Seite eine bedarfsorientierte Produktion aufbauen und das senkt Kosten und spart Ressourcen. Ein erfolgreiches Supply Chain Management setzt somit eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, offene Kommunikation, gesteigerte Reaktionsfähigkeit und klare Prozessregeln voraus. Nur wenn alle Beteiligten ein gemeinsames Ziel verfolgen, können auch so komplexe Lieferketten reibungslos funktionieren.

Welche Rolle spielt EDI im Bereich des Supply Chain Managements?

Die modernen Lieferketten sind von einer komplexen Prozessabwicklung und zahlreichen Partnern geprägt. Ohne den Einsatz des elektronischen Datenaustausches (EDI) wäre eine fehlerfreie Abwicklung gar nicht möglich. Denn Supply Chain Management ist heute nicht nur ein reiner Fluss von Waren vom Lieferanten zum Kunden, sondern auch ein komplexer Informations- und Datenfluss: von der Übermittlung von Produktdaten über die automatisierte Verarbeitung von Bestellungen bis hin zu den Zahlungen. Um hier eine unterbrechungsfreie Kette gewährleisten zu können, müssen alle benötigten Informationen und gegebenenfalls auch kurzfristigen Änderungen schnellstmöglich an alle Beteiligten übermittelt und verarbeitet werden. Das alles wäre mit einer manuellen Bearbeitung nicht realisierbar.

Erfahren Sie hier über die zahlreichen Vorteile der EDI-Anbindung!

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AS2 (Applicability Statement 2) ist ein weit verbreitetes Übertragungsprotokoll, welches das Internet zum Austausch von EDI Nachrichten benutzt und damit eine kostengünstige und gleichzeitig sichere Nachrichtenübertragung zwischen den Geschäftspartnern ermöglicht.

Die Nachrichten werden in einem digitalen „Umschlag“ verschlüsselt und signiert vom Sender zum Empfänger über das Internet per AS2-Protokoll geschickt. Der Empfänger bestätigt den Eingang der Nachricht mit einer Empfangsnachricht (MDN – Message Disposition Notification). Somit wird die ordnungsgemäße Datenzustellung sichergestellt.

AS2-Übertragung – Vorteile auf einen Blick:

  • Geringe Kosten
  • Schnelle Datenübertragung
  • Automatische Benachrichtigung über die Zustellung bzw. Fehlerprotokoll
  • Sichere Übertragung durch Verschlüsselung

Für eine AS2-Verbindung werden eine AS2-fähige Software, digitale Zertifikate und Schlüssel benötigt, die einen sicheren Datenaustausch gewährleisten sollen.

AS2 Übertragung

AS2 Übertragung

 

Weitere Protokolle:
• Businessmail X.400
• FTP/sFTP
OFTP2

Seit vielen Jahren definiert der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) einheitliche Standards, die als Grundlage für die Lieferketten zwischen den Automobilherstellern und ihren Lieferanten dienen. Hier werden neben Standards wie Angebote, Lieferabruf, Lieferavis oder sonstigen Datenübertragungen auch die Abrechnungsprozesse einheitlich gestaltet. Für diesen Zweck wurde der Standard VDA 4938 entwickelt. Er ersetzt zwei ältere VDA Standards – VDA 4908 (Datenfernübertragung von Gutschriftanzeigen) und VDA 4906 (Datenfernübertragung von Rechnungen), die bereits vor über 25 Jahren verabschiedet wurden und nicht mehr aktuell sind.

Der Standard VDA 4938 vereinheitlicht den Versand von Rechnungen und Gutschriften zwischen den Unternehmen elektronisch mit Hilfe von EDI nach geltenden rechtlichen Anforderungen.

Dieser Nachrichtenstandard ist in fünf Bestandteile aufgeteilt:

  • Teil 1: Prozessrahmenwerk beschreibt den Prozess des Austausches von elektronischen Rechnungen mit EDIFACT im Allgemeinen.
  • Teil 2: Global INVOIC Anwendungsbuch beschreibt den einheitlichen Austausch von Rechnungsdaten mit INVOIC-Nachricht.
  • Teil 3: XML-Anwendungshandbuch beschreibt den Rechnungsaustausch mit KMUs.
  • Teil 4: Frachtrechnung beschreibt den Datenaustausch von Rechnungsdaten für Transportdienstleistungen.
  • Teil 5: Fehlerkommunikation für Abrechnungsdokumente.

Weitere interessante Beiträge zum Thema EDI in der Automobilindustrie:

Odette steht für Organization for Data Exchange by Tele Transmission in Europe – entwickelt in den 1980-er Jahren zunächst als Projekt, agiert Odette International Ltd. heutzutage als eine Organisation, die die Interessen der Automobilindustrie in Europa vertritt. Sie war eine der ersten Organisationen, die den Datenaustausch zwischen Automobilherstellern und ihren Zulieferern standardisierte und Odette als EDI-Standard der europäischen Automobilindustrie beziehungsweise OFTP und OFTP2 (Odette File Transfer Protocol) als Übertragungsprotokoll definiert hat.

Die klassischen Odette Nachrichtentypen:

ORDERR – Bestellung

INVOIC – Rechnung

DELINS – Lieferabruf

AVIEXP – Lieferschein

CREDIT – Gutschrift

REMADV – Zahlungsavis

TRINAD – Speditionsauftrag

STOACT – Lagerbestandsbericht

EDI-Anbindung mit dem EDICENTER

Müssen Sie nun Ihre Daten elektronisch im Odette Standard übermitteln? Kein Problem! Kontaktieren Sie uns telefonisch 0821 246590 oder per Mail an info@edicenter.de. Wir finden die passende Lösung für Ihr Unternehmen.

Was ist ein EDI-Mapping?

Das EDI-Mapping wandelt die Daten der Ausgangsquelle in die richtige Struktur der Zielquelle um.

Jedes ERP-Programm exportiert die Dokumente in der Regel in einem Inhouse-Format. Diese Daten werden dann mithilfe eines EDI-Konverters in ein standardisiertes Format umgewandelt. Damit das reibungslos funktioniert und die Informationen korrekt zwischen beiden Systemen ausgetauscht werden können, müssen die Daten zunächst sowohl in der Datenquelle als auch beim Empfänger korrekt zugeordnet werden. Man spricht vom EDI-Mapping, also einer Art Anweisung zur Datenumwandlung für den EDI-Konverter.

Nehmen wir an, dass eine Rechnung vom Lieferanten zum Kunden geschickt werden muss. Bereits beim Rechnungsdatum hätte man hier ohne richtige Anweisung für den EDI-Konverter die ersten Probleme. Denn es könnten z.B. unterschiedliche Formate genutzt werden: 12032021 (TTMMJJJJ beim Lieferanten) statt 20210312 (JJJJMMTT beim Kunden). Das Mapping dient also dazu, dass jede Information vom Sender in die richtige Datenstruktur des Empfängers „übersetzt“ werden kann.

Benötigen Sie Unterstützung?

Jedes System ist individuell, daher verlangt auch das EDI-Mapping oft nach einer individuellen Lösung. Unsere Mitarbeiter verfügen über die jahrelange Erfahrung und können so problemlos auch zahlreiche kundenspezifische Anforderungen umsetzen. Sprechen Sie mit uns und wir finden die passende Lösung!

TRADACOMS – Trading Data Communications Standard – ist ein EDI-Standard. 1982 wurde der Standard von GS1 UK für den Einzelhandel in Großbritannien entwickelt. Seine Weiterentwicklung wurde allerdings 1995 zugunsten von EDIFACT EANCOM eingestellt. Nichtsdestotrotz findet TRADACOMS immer noch strake Verbreitung im britischen Konsum- und Lebensmittelhandel.

TRADACOMS Nachrichtentypen:

Der TRADACOMS-Standard besteht aus 26 Nachrichtentypen. Der Versand der EDI-Nachrichten erfolgt im Vergleich zu EDIFACT als Verkettung von Nachrichten: Message Header, Main Message + Trailer Information. Eine Bestellung würde somit aus ORDHDR (Bestellkopf), ORDERS (mehrere Bestellungen) und ORDTLR (Bestellanhang) bestehen.

Die 12 gängigen TRADACOMS Nachrichtentypen:

ACKHDR – Acknowledgement
CREHDR – Credit Note
DEBADV – Debit Advice
DLCHDR – Delivery Confirmation
DELHDR – Delivery Notice
GENHDR – General Communication
INVFIL – Invoice
ORDHDR – Purchase Order
PAYORD – Payment Order
PRIHDR – Price Information
SNPSTS – Stock Snapshot
SRMHDR – Statement & Remittance Details

TRADACOMS, EDIFACT, Odette oder VDA – wir können alles!
Müssen Sie nun Ihre Daten elektronisch an Ihren Geschäftspartner mittels EDI-Verfahren übermitteln? Kein Problem! Kontaktieren Sie uns telefonisch 0821 24659-0 oder per Mail an info@edicenter.de. Wir finden die passende Lösung für Ihr Unternehmen.

Für die Übertragung von EDI-Nachrichten zum Geschäftspartner und zurück werden die sogenannten EDI-Übertragungsprotokolle genutzt. Sie bestimmen, wie ein EDI-Dokument übertragen wird (z.B. Verschlüsselungsart, eingesetzte Software etc.). Es ist also eine Art eines Kommunikationsprotokolls zwischen den Teilnehmer-Systemen.

Zu den häufigsten EDI-Protokollen gehören OFTP2, X.400, AS2, FTP/sFTP, HTTP/HTTPS.

Zu einer häufig eingesetzten Nachricht im elektronischen Dokumentenaustausch zählt seit vielen Jahren die ORDERS (purchase order message). Das ist ein gängiges EDIFACT-Nachrichtenformat, das einem Bestellvorgang zwischen den Geschäftspartnern entspricht.

Der Käufer generiert in seinem ERP-Programm eine Bestellung, die dann in der Regel in einem Inhouse-Format ausgegeben wird. Dieses Dokument muss mithilfe der eingesetzten EDI-Lösung in das partnerspezifische Dokumentenformat konvertiert und anschließend an den Geschäftspartner (Lieferant) versendet werden, damit die Bestellung dort im System automatisch verarbeitet werden kann. Diese Konvertierung ist erforderlich, damit die Informationen im erzeugten Inhouse-Dokument nach den festgesetzten Regeln eines EDI-Standards aufgearbeitet und beim Import in ein anderes ERP-Programm richtig interpretiert werden können.

Beispiel einer EDIFACT ORDERS Nachricht:

Jede ORDERS-Nachricht enthält die benötigten Angaben zu:

  • EDIFACT Nachrichtennamen (in unserem Beispiel ORDERS D96 A),
  • Käuferdaten (wie Firmenname, Adresse, Lieferanschrift) und Belegdatum sowie
  • Detailangaben zu bestellten Waren (Artikelnummer, Preis, Menge etc.).

Durch den automatisierten elektronischen Austausch von Bestelldokumenten reduzieren die Unternehmen nicht nur ihre Kosten (vom Personal manuell versendete Bestellungen per Fax, Mail oder Brief bzw. per Telefon aufgegebene Aufträge entfallen), sondern auch die Fehlerquote bei der manuellen Nacherfassung (z.B. zeitaufwendiges Abtippen einer Bestellung).

Übersicht über die Bestellung als Nachrichtentyp in verschiedenen EDI-Standards:

  • EDIFACT: ORDERS
  • VDA: VDA 4925
  • ODETTE: ORDERR
  • ANSI X12 : ANSI X12 850

Möchten Sie auch Ihre Dokumente elektronisch an Ihren Geschäftspartner übermitteln?

Gemeinsam finden wir die individuelle Lösung – egal ob eine neue EDI-Anbindung oder eine Systemmigration. Rufen Sie uns einfach unter der Telefonnummer 0821 24659-0 an. Oder schreiben Sie uns.

Um EDI-Nachrichten zwischen zwei Geschäftspartnern austauschen zu können, müssen sich beide auf ein gemeinsames Austauschformat einigen, den sogenannten EDI-Standard. Mit seiner Hilfe werden die einheitlichen Regeln für das Format der Nachrichten aufgestellt und die Maschine kann somit die geschickten Informationen richtig interpretieren und automatisch verarbeiten.

Zu den am häufigsten verwendeten EDI-Standards gehören:

EDIFACT

EDIFACT bedeutet Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport, also der elektronische Datenaustausch für Verwaltung, Handel und Verkehr. Dieser EDI-Standard wurde von der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen entwickelt, er ist international gültig und gehört heutzutage wohl zu den weltweit meist genutzten. Innerhalb dieses Standards existieren branchenspezifische Subsets, wie zum Beispiel EANCOM (Standard für Retail). Die EDI-Nachrichtentypen werden sechsstellig gekennzeichnet, z.B. INVOIC.

ANSI X12

The American National Standards Institute Accredited Standards Committee X12. Dieser Standard ist ebenfalls branchenübergreifend und vorwiegend in Nordamerika verbreitet. Die EDI-Nachrichtentypen des ANSI X12 Standards werden mit dreistelligen Nummern gekennzeichnet, z.B. 810.

TRADACOMS

Ein EDI-Standard der Retail-Branche in Großbritannien. Die EDI-Nachrichtentypen werden sechsstellig gekennzeichnet, z.B. INVFIL.

VDA

Der Standard der deutschen Automobilindustrie. Er wurde vom Verband der deutschen Automobilindustrie entwickelt, um den Dokumentenaustausch einer ganzen Branche mit allen ihren Besonderheiten zu standardisieren und zu beschleunigen. Die EDI-Nachrichtentypen werden mit vierstelligen Nummer identifiziert, z.B. VDA 4906.

Mehr über den EDI-Einsatz in der Automobilindustrie erfahren Sie in unserem Blog-Beitrag: EDI in Automotive.

Odette

Odette steht für Organisation for Data Exchange by Tele Transmission in Europe. Ein Standard der europäischen Automobilindustrie. Die EDI-Nachrichtentypen werden sechsstellig gekennzeichnet, z.B. INVOIC.

 

Haben Sie Fragen zu EDI-Integration in Ihrem Unternehmen? Zusammen finden wir die passende Lösung.
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