Mit der Einführung des Rückverfolgbarkeitssystems für einige importierte Waren änderte sich in Russland seit 1. Juli 2021, dem Datum des neuen Gesetzes, nun so Einiges im Bereich der E-Rechnung.

War die Ausstellung von elektronischen Rechnungen im B2B-Bereich bis dahin in Russland noch freiwillig, so müssen jetzt alle Unternehmen, die Produkte mit Pflicht zur Rückverfolgbarkeit nach Russland importieren und dort verkaufen, dem Käufer verpflichtend eine E-Rechnung ausstellen. Denn beim Import wird diesen Produkten eine spezielle Registrierungsnummer zugeteilt, die dann bei jeder Transaktion kontrolliert werden kann. Zu solchen Waren zählen z.B. zahlreiche Elektrogeräte wie Kühl- und Gefrierschränke, Monitore, Projektoren, Waschmaschinen, Trockner, aber auch Kinderwagen und -sitze.

Die E-Rechnung wird in einem von der russischen Steuerbehörde vorgegebenen XML-Standard ausgestellt. Der Austausch erfolgt dann über einen autorisierten EDI-Provider. Das Dokument muss elektronisch signiert und für vier Jahre archiviert werden.

Digitalisierung der Buchhaltung

Die Digitalisierung der Buchhaltung schreitet weltweit stetig voran. In zahlreichen Ländern ist die Ausstellung von E-Rechnungen schon jetzt gesetzlich verpflichtend. Die Vorteile von elektronischen Rechnungen und der Automatisierung der Rechnungsstellung liegen auf der Hand, das sind unter anderem: mehr Transparenz, schnellere Transaktionsabwicklung, Fehlerreduktion oder bessere Kommunikation.

Die russischen Steuerbehörden arbeiten in den kommenden Jahren ebenfalls verstärkt an der Digitalisierung von Buchhaltungsunterlagen. Deswegen bleibt es spannend, was sich dort in diesem Bereich demnächst tut und welche gesetzliche Grundlagen dafür noch geschaffen werden.

Beliefern Sie Kunden in der Russischen Föderation? Wir helfen Ihnen gerne als „Brücke in den Osten“, als Vermittler mit guten Sprach- und Landeskenntnissen sowie mit Kontakten zu dortigen EDI-Providern.

Die komplexen Geschäftsprozesse der Automobilhersteller erfordern von ihren Lieferanten enorme Flexibilität, zeitgenaue Lieferbereitschaft und Zuverlässigkeit. Denn das beeinflusst eine exakte Produktionsplanung der Hersteller, reibungslose Fertigung und pünktliche Auslieferung. Somit stehen die Zulieferer vor großen täglichen Herausforderungen, diese komplexe Abläufe erfolgreich zu managen und einen Überblick über die Zuliefererketten und Logistikprozesse zu behalten.

Da die ERP-Systeme standardmäßig die komplexen EDI-Prozesse der Automobilbranche nicht abbilden können, bietet das EDICENTER zusammen mit unserem Partner Vision Consulting Thomas Eulgem den ERP-VDA-Connector an.

Das neue System verbindet das ERP-System des Lieferanten mit dem EDICENTER Rechenzentrum und kommuniziert im UNIDOC-Format, das alle gängigen Belegarten abbilden kann. Der Einsatz des ERP-VDA-Connectors ermöglicht einen einfachen Empfang aller gängigen EDI-Automotive-Nachrichten wie Lieferabrufe, Feinabrufe oder Just-in-Time-Abrufe. Das EDICENTER kümmert sich dabei um die Konvertierung der Kundendaten von/in zahlreiche kundenspezifische Quellformate, z.B. VDA, Odette oder X.12.

Durch die Zusammenführung der ERP- und VDA-Daten wird nicht nur eine einheitliche Produktionsplanung ermöglicht, sondern es können auch die Fortschrittszahlen ermittelt und die Lieferpläne aktualisiert werden. Vielfältige Belegfunktionen werden ebenfalls unterstützt und so können auch alle Begleitpapiere und Etiketten problemlos erzeugt werden.

Der neue ERP-VDA-Connector auf einen Blick

EEDIN ist eine Abkürzung für European EDI Network und wurde Anfang 2019 als kommerzielle Vereinigung ausgewählter kleiner und mittelständischer EDI-Provider gegründet. Das Ziel war und bleibt, ein professionelles Netzwerk für die technische und vertriebliche Kooperation von teilnehmenden Unternehmen zu bieten.

Diese Vernetzung bringt zahlreiche Vorteile mit sich, u.a.:

  • Das Netzwerk deckt mittlerweile zahlreiche europäische Länder ab und wächst stetig weiter
  • Alle Mitglieder sind Full-Service EDI-Anbieter
  • Die Kunden profitieren von einer einfachen internationalen EDI-Anbindung
  • Mit teilnehmenden EDI-Providern erreicht man in kürzester Zeit eine Vielzahl an Großhändlern, Einzelhändlern, Autoherstellern und weiteren großen Playern – und das nicht nur national, sondern auch weltweit.

Die teilnehmende EDI-Provider kommen aktuell aus Belgien, Österreich, Schweiz, Slowenien, Dänemark, Frankreich, Kroatien, Ungarn, Litauen, England, Estland, Belarus und Deutschland. So bündeln sie ihr regionales Know-How im elektronischen Datenaustausch in einem professionellen weltweiten Netzwerk.

Das EDICENTER gehört zu den Gründungsmitgliedern des EEDIN und bietet somit seinen Kunden einen schnellen und einfachen Zugang zum internationalen EDI-Datennetz.

Haben Sie Interesse an einer schnellen internationalen EDI-Anbindung, dann sprechen Sie mit uns. Wir haben eine Lösung!

Im stationären Handel, in der Automobilindustrie oder Logistik ist der Einsatz von EDI schon seit geraumer Zeit unabdingbar. Und wie sieht es im Online-Handel aus? Die Branche boomt und wurde zuletzt durch die Coronakrise noch weiter vorangetrieben. So liegt die Zahl der Internetnutzer in Deutschland, die online einkaufen, aktuell bei über 64% (Quelle). Auch die Grenzen werden im E-Commerce immer durchlässiger und die Menschen kaufen immer öfter zum Beispiel auch international ein. Dementsprechend wächst auch die Zahl der Online-Händler weiterhin rasant, auch solcher, die das gesamte Geschäft rein über die Dropshipping-Anbieter abwickeln und selbst gar keinen Kontakt zur versendeten Ware haben. Die Bestellabwicklung läuft hier komplett über ihre Geschäftspartner ab. Um hier den Überblick zu behalten, ist der elektronische Dokumentenaustausch von enormer Bedeutung.

Wie läuft EDI ab?

Der Händler erhält einen Kundenauftrag, z.B. über seinen Onlineshop und verschickt anschließend eine Bestellung (ORDERS) an Produzenten oder Großhändler. Der Datenaustausch erfolgt dabei automatisch und ohne Zeitverlust.Mit einem direkten Versand der Ware an den Kunden durch den Partner oder beim Warenversand an den Online-Händler erhält der Online-Händler ein Lieferavis (DESADV) und später auch die Rechnung (INVOIC) – und das alles völlig papierlos und ohne manuellen Aufwand.

Je nach Größe des Online-Händlers kann der EDI-Einsatz zwischen dem Eigenbetrieb, einer WebEDI-Lösung oder dem EDI-Outsourcing an einen EDI-Dienstleister ausgewählt werden.

Der Eigenbetrieb ist sehr kosten- und pflegeintensiv und setzt ein geschultes EDI-Team im Betrieb voraus. Das EDI-Outsourcing ist perfekt für alle Unternehmen, die die EDI-Anbindung inkl. Pflege und Kommunikation lieber aus den eigenen Unternehmensstrukturen auslagern und sich auf das eigentliche Geschäft konzentrieren möchten. Sie profitieren außerdem von der jahrelanger Erfahrung sowie dem Netzwerk des EDI-Dienstleisters. Die kostengünstige WebEDI-Lösung eignet sich vor allem für kleinere Unternehmen mit geringem Datenvolumen.

Die wichtigsten Vorteile der EDI-Anbindung im E-Commerce:

  • Reduzierung der Fehlerquoten beim Erfassen der Bestelldaten durch die Automatisierung
  • Verkürzte Reaktionszeiten in der Warenbeschaffung bzw. schnellere Kommunikation zwischen den Geschäftspartnern
  • Kostenreduzierung durch den elektronischen Dokumentenversand

Sie haben Fragen zur EDI-Anbindung?

Das EDICENTER hat bereits über 22 Jahren Erfahrung und ermöglicht eine schnelle Anbindung an Geschäftspartner verschiedener Branchen und überzeugt mit seinen transparenten Preisen. Sprechen Sie uns an und finden die passende Lösung!

Als FORTRAS – Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft für Transportwesen – wird heutzutage ein branchenspezifischer Standard für den elektronischen Datenaustausch in der Logistikbranche bezeichnet.

Die FORTRAS-Nachrichten werden zum Austausch von Daten zwischen den Speditionsunternehmen eingesetzt. Zu den gängigsten Nachrichtentypen gehören:

  • BORD – ein Verladebericht (Speditionsauftrag des Versenders an Spediteur),
  • ENTL – Entladebericht (Information des Warenempfänger an Warenversender),
  • STAT – Statusbericht (Information des Spediteurs an Versender).

Die vergleichbaren Nachrichten im EDIFACT sind entsprechend IFTMIN, RECADV und IFTSTA.

EDI in der Logistik

Gerade in der Logistik mit einer Vielzahl an beteiligten Partnern ist der Einsatz von EDI von großer Bedeutung. Zum einen, um hier ohne manuellen Aufwand die großen Mengen an Informationen schnellstmöglich und fehlerfrei zu verarbeiten, und zum anderen, um einen reibungslosen Datenfluss während der gesamten Lieferkette zu ermöglichen.

Die EDI-Vorteile auf einen Blick:

  • schnellere Reaktionszeiten,
  • Kostenreduktion,
  • mehr Transparenz in der Lagerverwaltung,
  • Reduktion von Fehlerquoten bei der Datenerfassung.

Sie haben Fragen zu EDI?

Das EDICENTER ist seit 22 Jahren der zuverlässige Partner für zahlreiche Unternehmen aus verschiedenen Branchen und kann Ihnen durch das bestehende weltweite Netzwerk an EDI-Partnern eine schnelle und kostengünstige EDI-Anbindung anbieten. Sprechen Sie uns an und wir finden die passende Lösung!

Über das PEPPOL-Netzwerk können zahlreiche Geschäftsdokumente (Belege), wie z.B. Rechnungen, zwischen Unternehmen und öffentlichen Behörden europaweit (und inzwischen) darüber hinaus vollautomatisch elektronisch ausgetauscht werden.

Die PEPPOL-ID (PEPPOL Participant Identifier) dient im PEPPOL-Netzwerk der eindeutigen Identifikation von Netzwerk-Partnern. Mithilfe der Empfänger- bzw. Receiver-ID wird der richtige Server gefunden, an den der Empfänger angeschlossen ist. Das System ist in etwa mit dem Routing im world wide web vergleichbar. Ist es dort der Domain-Name, über den die beteiligten Computersysteme herausfinden, wo auf der Welt der jeweils gesuchte Webserver steht, so nimmt diese Rolle im PEPPOL-Netzwerk die weltweit eindeutige PEPPOL-ID ein.

Aber auch der Sender benötigt eine ID, damit der Empfänger feststellen kann, woher die Nachricht kommt. Sender-ID und Empfänger- bzw. Receiver-ID sind gleich aufgebaut. Jeder Empfänger kann auch als Sender agieren.
Ein Präfix legt fest, welches Nummernsystem (welcher Nummernkreis) verwendet wird. So steht z.B. das Präfix 0088 für die GLN-Nummer oder das Präfix 9930 für die europäische Umsatzsteuer-ID. 0204 steht für die so genannte Leitweg-ID, eine Nummer, mit der deutsche Behörden gekennzeichnet werden. Über die Kombination der von PEPPOL vergebenen Präfixe mit bereits vorhandenen Nummernsystemen ergibt sich dann die gewünschte weltweite Eindeutigkeit.

Beispiele:
9930:DE190439663 = PEPPOL-ID des EDICENTER (Verwendung der Umsatzsteuer-ID)
0068:4035377000007 = PEPPOL-ID des EDICENTER (Verwendung der GLN)
0204:991-14154-78 = PEPPOL-ID der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
0204:991-07500-58 = PEPPOL-ID des Hauptzollamtes Potsdam

Leitweg-ID‘s dienen speziell dazu, dass elektronische Rechnungen, sogenannte XRechnungen, korrekt an das angeschlossene Freigabesystem der jeweiligen Behörde adressiert werden. Die Weiterleitung erfolgt hier durch die Zentralen Rechnungseingangsplattformen des Bundes (ZRE und OZG-RE). Jede Leitweg-ID setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen (mit Beispielen in Klammern): Globaladressierung (991), Feinadressierung (14154) und Prüfziffer (78).

Einer der wichtigen Schritte bei der Implementierung von EDI in Ihren Geschäftsprozessen ist die Auswahl des richtigen EDI-Netzwerk-Providers.

In unserer Infografik haben wir für Sie die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Sie benötigen Hilfe?

Wir beantworten gerne alle Ihre Fragen! Sie erreichen uns telefonisch unter der Telefonnummer 0821 24659-0, per E-Mail an info@edicenter.de oder Kontaktformular.

Was ist Supply Chain Management?

Supply Chain Management (SCM) steht für unternehmensübergreifende Planung und Steuerung von Informations-, Waren- und Zahlungsflüssen über die gesamte Lieferkette vom Kunden zum Lieferanten und ist heutzutage viel mehr als nur reine Logistik.

Zu den wichtigsten Aufgaben von SCM zählen:

  • Ausrichtung am Kundenbedarf,
  • Ressourcen- und Kostenoptimierung,
  • Entwicklung einer anpassungsfähigen Lieferkette.

Das bedeutet, dass die Prozesse in erster Linie nach der aktuellen Nachfrage von Endkunden ausgerichtet werden – das bietet mehr Flexibilität in den Beschaffungsprozessen. Die Lieferanten können auf ihrer Seite eine bedarfsorientierte Produktion aufbauen und das senkt Kosten und spart Ressourcen. Ein erfolgreiches Supply Chain Management setzt somit eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, offene Kommunikation, gesteigerte Reaktionsfähigkeit und klare Prozessregeln voraus. Nur wenn alle Beteiligten ein gemeinsames Ziel verfolgen, können auch so komplexe Lieferketten reibungslos funktionieren.

Welche Rolle spielt EDI im Bereich des Supply Chain Managements?

Die modernen Lieferketten sind von einer komplexen Prozessabwicklung und zahlreichen Partnern geprägt. Ohne den Einsatz des elektronischen Datenaustausches (EDI) wäre eine fehlerfreie Abwicklung gar nicht möglich. Denn Supply Chain Management ist heute nicht nur ein reiner Fluss von Waren vom Lieferanten zum Kunden, sondern auch ein komplexer Informations- und Datenfluss: von der Übermittlung von Produktdaten über die automatisierte Verarbeitung von Bestellungen bis hin zu den Zahlungen. Um hier eine unterbrechungsfreie Kette gewährleisten zu können, müssen alle benötigten Informationen und gegebenenfalls auch kurzfristigen Änderungen schnellstmöglich an alle Beteiligten übermittelt und verarbeitet werden. Das alles wäre mit einer manuellen Bearbeitung nicht realisierbar.

Erfahren Sie hier über die zahlreichen Vorteile der EDI-Anbindung!

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Was ist Order-X?

Order-X ist ein gemeinsamer Standard für elektronische Bestellungen in Deutschland und Frankreich, entwickelt von FeRD und FNFE-MPE. Er soll zukünftig die elektronischen Rechnungsstandards ZUGFeRD und Factur-X ergänzen, um die Digitalisierung von Bestellprozessen zwischen Einkauf und Lieferanten voranzutreiben.

Die Struktur des ORDER-X Standards ist, wie auch bei ZUGFeRD, ein Hybridformat und besteht aus einer lesbaren PDF-Datei und einem XML-Format mit strukturierten Daten, die maschinenlesbar sind.

Der Versand solcher elektronischer Dateien ermöglicht eine schnelle automatisierte Verarbeitung von Bestellungen sowie spart enorm die Kosten und menschliche Ressourcen. Die Lösung sollte branchenübergreifend und international einsetzbar sein.

Weitere Informationen:

ANSI X.12 ist ein branchenübergreifender EDI-Standard mit einer vorwiegenden Verbreitung in den USA und steht für American National Standards Institute Accredited Standards Committee X12.

Die Nachrichtenarten werden im ANSI X.12 als Transaction Sets bezeichnet und teilen sich in sechs Bereiche auf:

  • X12C – Communications & Controls,
  • X12F – Finance,
  • X12I – Transportation,
  • X12J – Technical Assessment,
  • X12M – Supply Chain und
  • X12N – Insurance.

Während im EDIFACT eine sechsstellige Buchstabenreihenfolge zur Benennung der Belegart (message type) verwendet wird z.B. INVOIC, ORDERS etc., werden die ANSI-Nachrichten mit einer dreistelligen Nummer gekennzeichnet.

Überblick über die wichtigsten ANSI X.12 Nachrichtentypen:

  • 850 – Bestellung
  • 810 – Rechnung
  • 820 – Zahlungsavis
  • 830 – Lieferabruf
  • 812 – Gutschrift
  • 846 – Lieferschein
  • 852 – Lagerbestandsbericht
  • 824 – Wareneingangsmeldung

Die Struktur der ANSI-X12-Nachricht besteht aus drei Bereichen: „Header“, „Detail“ und „Summary“. Die 850-Nachricht (Bestellung) liefert uns zum Beispiel Informationen über die Art der Nachricht (also 850), ID, Datum, Rechnungs- und Lieferadresse sowie Anzahl, Preis und GTIN der bestellten Waren.