Die GTIN dient zur eindeutigen und weltweiten Identifikation von Dienstleistungen und Produkten.

Die GLN bildet die Grundlage für die GTIN. Auf der Basisnummer von der GLN (7-9 Stellen) folgt der Artikelbezug und am Schluss eine Prüfziffer.

Beispiel GLN: 4305879000005

Beispiel GTIN: 4 3 0 5 8 7 9 8 9 10 11 12 13                         

Basisnummer (7-9 Stellen) Artikelbezug Prüfziffer

Die GTIN kann 8-,12-,13- sowie 14-stellig sein.

OFTP2 „Odette File Transfer Protocol 2“ ist die zweite Generation des Protokolls OFTP. Die sichere Übertragung ist durch die Verwendung von TLS bzw. SSL gewährleistet. Ein Vorteil gegenüber anderen Übertragungsprotokollen ist, dass gestartete Übertragungen bei Unterbrechungen wieder erneut aufgenommen werden können. Der vollständige Empfang wird vom Ziel bestätigt. Diese Bestätigung wird als End to End Response (EERP) bezeichnet. Die Kommunikation erfolgt über sog. Odette-IDs, diese werden in Deutschland vom Verband der Automobilindustrie vergeben.

X.400 ist relativ kostenintensiv, dies ist ein großer Nachteil von X.400. Ein Vorteil ist die relative Sicherheit der Übertragung. ISDN oder SSL-verschlüsselt, nur „bekannte“ Server/Teilnehmer. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Möglichkeit Empfangsbestätigungen zu erhalten. Aber aufgrund der hohen Kosten wird nicht von jedem Empfangsbestätigungen verschickt. Empfangsbestätigungen sind auch bei AS2 vorhanden, die sogenannten MDNs. Bei AS2 gehören die MDNs zum Standard, ohne MDN geht es nicht. Die eigentliche Datenübertragung (verschlüsselt) bei AS2 ist kostenlos (Internet-Flatrate benötigt). Als Nachteil wird oft die Zertifikatspflege erwähnt, jedoch mit dem richtigen System und Vorbereitung ist dies auch kein großer Aufwand. OB AS2 oder X.400 hängt von den Datenaufkommen ab, und was die Kommunikationspartner unterstützen.

IDoc ist ein Format zum Datenaustausch zwischen SAP-Systemen. Es können Daten importiert sowie exportiert werden. IDoc basiert auf den EDI-Standard ANSI ASC X12 und EDIFACT. Die Struktur besteht aus 3 Teilen:

  1. Adminstration part (Control Record):
    • Im Kontrollsatz wird der Typ, Nachrichtentyp, der aktuelle Status, der Absender, der Empfänger usw. festgelegt.
    • Alle Daten werden in der EDIDC-Tabelle gespeichert. Der Schlüssel dafür ist die SAP IDoc-Nummer
    • Die Richtung „1“ zeigt den Ausgang und die Richtung „2“ den Eingang
  1. Applicaton data (Data Record):
    • Enthält die Daten (Datensätze/Segmente). Alle Datensatzdaten werden in den Tabellen EDID2 bis EDID4 gespeichert. Die eigentlichen Daten werden als Zeichenkette in einem Feld (SDATA) gespeichert.
  1. Status information (Status Record):
    • Gibt Auskunft über verschiedene Phasen
    • Bei einem Meilenstein oder Fehler wird der Statussatz angehängt. Dieser ist in der Tabelle EDIDS gespeichert.

AS2 (Applicability Statement 2) ist speziell für den Datenaustausch von Geschäftsdaten entwickelt worden. Es ist ein auf http basierendes Protokoll um bestimmte Nachrichten an Partner zu übermitteln. Durch die Verschlüsselung und das Zertifikat ist die sichere Übermittlung über das Internet gegeben. Nach der Übermittlung erhält der Sender eine sogenannte MDN (Message Disposition Notification). MDN ist eine elektronische Empfangsbestätigung, durch diese Bestätigung wird signalisiert, dass die Nachricht vollkommen übertragen wurde.

Was wird für AS2 benötigt?

  • Alle Zertifikate, die Ihre Partner verwenden
  • Eine AS2 Kennung
  • Eine AS2 fähige Software

ANSI ASC X.12 ist ein weiterer Datenübertragungsstandard im EDI, vorwiegend in den USA und steht für American National Standards Institute Accredited Standards Committee X12. Die Nachrichtenarten werden im ANSI X.12 als Transaction Sets bezeichnet und teilen sich in fünf Bereiche auf: X12C – Communications & Controls, X12F – Finance, X12I – Transportation, X12M – Supply Chain und X12N – Insurance. Während im EDIFACT eine sechsstellige Buchstabenreihenfolge verwendet wird z.B. INVOIC, ORDERS etc., werden die ANSI X.12 Nachrichten mit einer dreistelligen Nummer gekennzeichnet, z.B. 810 für Invoice, 820 für Remittance Advice oder 850 für Purchase Order.

Immer mehr Handelsgüter werden über den Schiffsverkehr transportiert. Das erfordert präzises Hafenmanagement, um die Güter in Häfen schnell und fehlerfrei abzuwickeln.

Der Austausch von Frachtpapieren über EDI optimiert die administrative Prozesse bei der Anfertigung, dem Austausch und der Bearbeitung von Frachtdokumenten, reduziert die Fehlerquote beim Erfassen von Daten, verkürzt in der Regel die Wartezeit von Schiffen in Häfen und verringert somit die Kosten.

Die gängigen EDIFACT-Nachrichtenarten sind:

  • COPRAR – Container Discharge/Loading Order Message.
  • COARRI – Container Dischange/Loading Report Message.
  • CODECO – Container Delivery Confirmation Message.
  • COPARN – Container Pre-Announcement and Release Notice.
  • COPINO – Container Pick-up Notification Message.
  • COREOR – Container Release Order Message.
  • BAPLIE – Bayplan/Stowage Plan Occupied and Empty Locations Message.
  • VESDEP – Vessel Departure Message.

X.400 ist eines der meistgenutzten Übertragungsprotokolle für EDI-Nachrichten. Die Übertragung erfolgt ähnlich wie bei einer E-Mail, allerdings nicht über das Internet, sondern über die eigenen Mailboxen mit eindeutigen X.400 Adressen innerhalb des X.400 Netzwerks des Betreibers. Dabei sind alle Nutzer anhand der X.400 Adresse eindeutig identifizierbar, was diesen Standard besonders bei der Übertragung von hochsensiblen Daten beliebt macht.

In Deutschland agiert die Deutsche Telekom als X.400-Provider, bekannt unter dem Namen BusinessMail X.400. In Vergleich zu anderen Übertragungsprotokollen wie AS2 ist der Austausch der Daten über X.400 kostenintensiver. Neben einer Grundgebühr verlangen die Provider auch Kosten für die Übermittlung von Nachrichten, abhängig von Dateigröße, Häufigkeit der Synchronisation von Mailboxen etc.

Welche EDI-Lösungen stehen mir zur Verfügung und was ist am besten für mein Unternehmen? Das sind Fragen, die wir sehr oft von unseren Interessenten gestellt bekommen.

Im Prinzip stehen Ihrem Unternehmen drei EDI-Lösungen zur Verfügung: Eigenbetrieb mit EDI-Software, WebEDI und EDI-Outsourcing.

Beim Eigenbetrieb behält man die volle Kontrolle über die Daten und auch die Anpassungen am System sind in der Regel kurzfristig möglich. Diese Lösung ist kosten- und pflegeintensiv und eignet sich vor allem für große Unternehmen mit hohem Belegvolumen sowie ausreichenden Kapazitäten für die interne Verwaltung des EDI-Systems.

Bei der WebEDI-Lösung steht dem Nutzer eine webbasierte Anwendung (z.B. Portal) zur Verfügung, über die der Datenaustausch stattfindet. Sie erfordert keinen Eingriff in das eigene ERP-Programm, ist somit schnell einsatzbereit und kostengünstiger als die anderen Lösungen. Die Eingabe von Daten erfolgt hier allerdings manuell, deshalb eignet sich diese Lösung vor allem für Unternehmen mit geringem EDI-Transaktionsvolumen. Beim EDI-Outsourcing liefert der Kunde die Daten an den EDI-Dienstleister und er übernimmt die Kommunikation mit dem Geschäftspartner (z.B. Konvertierung der Daten in das richtige Format, Datenübermittlung an den Geschäftspartner etc.). Diese Lösung eignet sich für Unternehmen, die die Verwaltung von EDI-Prozessen auslagern wollen. Die aufwendige Pflege und Wartung von EDI-Systemen entfällt und man profitiert von der Erfahrung des EDI-Dienstleisters und seinem Netzwerk an EDI-Partnern, was in der Regel die schnelle Anbindung neuer Geschäftspartner ermöglicht.

Digitalisierung, Internet of Things (IoT), künstliche Intelligenz, Blockchain… um nur ein paar Begriffe zu nennen, die uns seit ein paar Jahren begleiten. Die Unternehmen stehen aktuell vor großen Herausforderungen, ihre Prozesse effektiv zu digitalisieren und zu vernetzen, sei es in der Herstellung, Beschaffung, Logistik oder Buchhaltung. Die Situationen, wo Roboter eigenständig in Hallen produzieren und Ware digital nachfordern oder Maschinen, die riesige Datenmengen untereinander austauschen und automatisch verarbeiten, sind keine Seltenheit mehr. Die Unternehmen, die die Digitalisierung jetzt verschlafen, bleiben schnell auf der Strecke.

Schicken Sie Ihre Rechnungen immer noch per Post?

Gerade in Bereichen, wo regelmäßig viele Dokumente (Bestellungen, Rechnungen, Lieferavise etc.) zwischen den Geschäftspartnern ausgetauscht werden, ist das Thema des elektronischen Datenaustausches seit Jahren sehr präsent. Denn im Vergleich zum manuellen Erfassen von Daten spart EDI nicht nur Zeit und Geld, sondern reduziert auch gleichzeitig die Fehlerquote und beschleunigt die Arbeitsprozesse. In vielen Branchen (z.B. Automotive oder Retail) ist der Dokumentenaustausch fast nur noch ausschließlich elektronisch möglich, da die Prozesse wie Beschaffung oder Logistik dort sehr komplex sind und punktgenaue Organisation erfordern, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Begleitet durch eine Vielzahl von Lieferanten wäre das manuelle Erfassen von (Papier-)Belegen auch kaum möglich.

Das EDICENTER ist der EDI Full-Service-Anbieter mit mehr als 22 Jahren Erfahrung in EDI für alle Branchen. Wir unterstützen Sie gerne bei EDI-Integrationen, Migrationen und Lieferantenanbindungen. Kontaktieren Sie uns und wir finden die passende EDI-Lösung auch für Ihr Unternehmen.

Das Jahr 2019 neigt sich langsam dem Ende zu und wir sind schon gespannt, welche Entwicklungen uns nun im neuen Jahr erwarten. Wir freuen uns, auch 2020 vielen Unternehmen im Bereich EDI mit unserer Expertise unterstützen zu dürfen.

Das gesamte EDICENTER-Team wünscht Ihnen besinnliche Weihnachtsfeiertage und ein erfolgreiches neues Jahr 2020!